Taizégottesdienst - meditativ, mit viel Musik

Mon, 11 Jan 2021 17:10:29 +0000 von Johannes Beisel

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Die jeweils um 18 Uhr beginnenden Abendgottesdienste am 21. Februar und 21. März werden wir als Taizégottesdienste feiern.
Bereits am Sonntag, 17. Januar 2021, haben wir den Abendgottesdienst als Taizégottesdienst gefeiert - das heißt wir ließen uns tragen von den Melodien der Lieder aus Taizé. Die Texte der Lieder wurden zum Mitlesen auf eine Leinwand projiziert. Es musizierten Almut Weissenborn, Michael Handschick und Birgit Beisel. In einer kurzen Predigt ging Pastor Beisel auf ein Kunstmotiv aus Bersenbrück ein und verband es mit zentralen Aussagen der Bibel. 

Im Zentrum des Lebens in Taizé steht der drei Mal am Tag stattfindende Gottesdienst, der einfach gehalten wird und als Gebet bezeichnet wird. Eine ruhige Atmosphäre und das wiederholte Singen einfacher Verse prägen das meditative Geschehen.

Taizé ist nicht etwa ein Ort fernöstlicher Spiritualität, sondern ein kleiner Ort in der Nähe des ostfranzösischen Cluny. Dort gründete 1949 Frère Roger - oder Roger Louis Schütz-Marsauche, wie er mit bürgerlichem Namen hieß - eine evangelische Bruderschaft mit ökumenischer Ausrichtung, von der viele neue geistliche Impulse ausgingen und ausgehen – u.a. viele Lieder, die von Taizé aus ihren Weg in die ganze Welt nahmen.

Für gewöhnlich finden auf Einladung der ökumenischen Bruderschaft von Taizé jährlich Europäische Jugendtreffen statt. Sie verstehen sich als „Zeichen der Hoffnung“ und wollen Begegnung zwischen Nationen und Konfessionen ermöglichen. Im Mittelpunkt der Treffen stehen Gebete, Meditationen und Gottesdienste. Auch auf den letzten großen evangelischen Kirchentagen erfreuten sich Taizégottesdienste großer Beliebtheit.

Die Gemeinschaft von Taizé will erklärtermaßen keine eigenständige Bewegung mit einer „eigenen Theologie“ sein. Die Brüder von Taizé sehen ihre Aufgabe darin, neue Horizonte für Kirchengemeinden zu eröffnen. Sie ermutigen die Menschen, sich in den Gemeinden vor Ort zu engagieren.

Die Taizègottesdienste, die wir feiern, bieten eine Alternative zu den gewöhnlichen Gottesdiensten. Sie leben wesentlich von der Musik. Die Gottesdienstbesucher*innen brauchen kein „Vorwissen“. Sie können sich ohne besondere Voraussetzungen auf den Gottesdienst einlassen. Kurze sich wiederholende Liedzeilen sorgen dafür, dass man alles in Ruhe auf sich wirken lassen kann und so eine Begegnung mit Gott möglich wird.

Auf die gottesdienstliche Begegnung mit Gott müssen wir in den nächsten Wochen und Monaten (hoffentlich) nicht verzichten - wenn gleich zurzeit nicht gesungen, immerhin aber gesummt oder gebrummt werden darf. -  Herzliche Einladung!
Quelle: JB