Orgelprojekt


Neubeschaffung einer digitalen Orgel

Welche Argumente und Aspekte sprechen dafür? 

Unsere Orgel gilt schon seit vielen Jahren als abgängig. Das hat unser Orgelsachverständiger bereits 2015 in einem Revisionsbericht festgehalten. Jüngst hat er dazu weiter ausgeführt: "Der Zustand der Orgel hat sich seitdem bis zur Unspielbarkeit verschlechtert.“ Demzufolge ist ein neues Instrument angesagt, das der Gemeinde nach Möglichkeit nicht erst in zehn Jahren, sondern möglichst bald zur Verfügung stehen sollte.

Die letzten Jahre verstrichen insofern nicht ungenutzt, als es Bemühungen ab, ein geeignetes gebrauchtes Instruments zu finden und anzuschaffen. Zuletzt wurde erwogen, ein aus den Niederlanden stammendes, relativ kleines Instrument anzuschaffen. Aber selbst das war – gemessen an der Größe unserer Kirche – zu groß. Es hat sich herausgestellt, dass der räumliche Umfang einer etwaigen Orgel auch durch einen statisch relevanten Querbalken begrenzt ist, der sich in der Nähe der Orgel von einer Seitenwand zur anderen spannt. So erwies sich die Anschaffung eines passenden gebrauchten Instruments als sehr schwierig. 

Zudem ist zu bedenken, dass gebrauchte Instrumente in der Regel nicht einfach eins zu eins in einen anderen Kirchenraum versetzt werden können, dass Anpassungen vorgenommen werden müssen und dass notgedrungen ältere mit neueren Bauelementen kombiniert werden, was zu hohen Zusatzkosten führen kann und irgendwie an neuen Wein in alten Schläuchen erinnert.

Seitdem es die Bonnuskirche gibt, ist die Gemeindegliederzahl von wenigen Hundert Gemeindegliedern auf inzwischen über 3000 gestiegen. Auf den – gemessen an der Gemeindegliederzahl - viel zu klein gewordenen Kirchenraum reagierte man bei der Planung des Gemeindehausbaus, indem man dafür sorgte, dass ein Teil des Gemeindehauses direkt an die Kirche angebaut wurde, sodass es nun ein zweites „Kirchenschiff“ gibt, das durchgehend bei allen Gottesdiensten genutzt wird. Diese räumliche Besonderheit führt dazu, dass die Klänge der weit entfernten Orgel den Gemeindehausteil nur in gedämpfter Form erreichen und dementsprechend nur sehr eingeschränkt wahrgenommen werden können. Das hat unter anderem zur Folge, dass die Lautstärke der Orgelmusik für gewöhnlich in einem erheblichen Missverhältnis zur Lautstärke des Gemeindegesangs steht. 

Bei jeder Form einer klassischen Orgel bleibt dieses Manko grundsätzlich bestehen. Dagegen bietet eine digitale Orgel die Möglichkeit, das eigentliche Kirchenschiff und den Gemeindehausraum gleichermaßen über geeignete Boxen individuell ausgesteuert zu beschallen. Diesen Vorteil halten wir von Gemeindeseite für nicht unerheblich. Eine digitale Orgel stellt für unsere – im Vergleich zu anderen Kirchen – besondere Gottesdienstraumsituation eine angemessene und gelungene Lösung dar. Der durch den Rückbau der Orgel gewonnene Platz könnte in Zukunft vom Kirchenchor oder dem Bläserensemble genutzt werden.

Die Technik und die Klangqualität heutiger digitaler Orgeln ist nicht zu vergleichen mit der Technik und der Klangqualität elektronischer Orgeln früherer Zeiten und kann als weitgehend ausgereift gelten. Die Möglichkeiten der modernen Instrumente sind vielfältig und können dem jeweiligen Kirchenraum angepasst werden. Für eine klassische Orgel mit der gleichen Anzahl an Manualen und Registern muss man in etwa zwanzigmal so viel ausgeben wie bei einem digitalen Instrument.

Mit dem anvisierten digitalen Instrument werden Orgelkonzerte in unserer Kirche möglich, von denen wir bisher nicht zu träumen wagten. Weitere Vorteile bestehen darin, dass eine digitale Orgel nahezu wartungsfrei ist und bedenkenlos unterschiedlichen Temperaturen und Temperaturschwankungen ausgesetzt werden kann. Es werden langfristige Gewährleistungen geboten.

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